Zeichnen im Museum. Bilder„Lesen“ durch Bilder„Machen“

Das Projekt lädt Schulklassen für einen Vormittag in die Stiftung Moritzburg ein, die es mit kostenfreien Eintritt und Lehrerinformationsmaterial unterstützt.
Den Kindern soll das Museum als Ort des Kunstgenusses nahe gebracht werden, als Element der Freizeitgestaltung zu dem sie wieder greifen werden, wenn die Freude groß genug war. Grundidee ist die Vorfreude zu wecken, ohne jedoch die Unbefangenheit der Kinder einzuschränken. Der Wunsch ein eigenes Bild vom Ausflug ins Museum mit nach Hause zu nehmen ist Ansporn während des „Kopierens“ vor den Bildern und fördert eine längere Konzentration als gewöhnlich auf ein (nicht-bewegtes) Bild. Im Museum angekommen, setzen sich die Kinder nach einem kurzen gemeinsamem Rundgang auf Kissen vor Gemälde, die sie vorher gemeinsam betrachtet haben um diese zu kopieren. „Zeichne was Du da siehst“ ist dabei das einfache Konzept, für jedes Kind im Alter von 6-12 Jahren ein schnell verständlicher Arbeitsauftrag.

Die Kinder nehmen mit ihren Blättern ein Stück Museum mit nach Hause und erfahren so was ein „Museumsstück“ ist, sprich ein Kunstwerk und dessen Wert sowie welcher Sinn sich darin verbirgt, es im Museum aufzubewahren und zu zeigen. Darüber wird an einem weiteren Nachmittag, an dem sie ihrerseits von der Künstlerin „aus dem Museum“  für drei Stunden besucht werden, gesprochen und vor allem wird das gemeinsame Zeichnen fortgesetzt.

Zum Schuljahresende wird dann aus den Werken der Gruppen die das Museum besucht haben werden eine kleine Ausstellung zusammengestellt, die den Stolz auf die eigene Leistung noch einmal mit dem Sinn „Ausstellens“ und dem Kunstgenuss verbindet. Sie wird auch in der Moritzburg gezeigt werden. Im Idealfall entsteht so die Idee eines Familienausflugs um erneut den Originalen ein Besuch abzustatten.

Das Projekt wird geleitet von der Künstlerin Clara Medek.