Max geht in die Oper

An die erste Kulturpatengruppe können wir uns noch gut erinnern: 14 aufgeregte Kinder und 13 Paten schauten im nt-Hoftheater das Märchen vom Sterntaler. Leise rieselte der Schnee. Das war im Dezember 2010. Fast 300 Kulturpatenschaften hat die Bürgerstiftung seitdem ins Leben gerufen. 

Die Grundidee von „Max geht in die Oper“ ist schnell erzählt: Die Bürgerstiftung Halle knüpft Kulturpatenschaften für Grundschulkinder. Gemeinsam mit ihrem ehrenamtlichen Kulturpaten besuchen die Kinder innerhalb eines halben Jahres vier Kulturveranstaltungen – sei es eine Aufführung im Puppentheater, in der Oper, ein Konzert oder einen Kinofilm. Die Ausflüge begeistern sowohl die Kinder als auch die Paten – fast immer verlängern sie ihre Patenschaft auf ein Jahr. "Max geht in die Oper" ist bei Kindern wie Paten gleichermaßen beliebt. Einige der Paten der ersten Stunde sind uns bis heute treu und begleiten inszwischen ihr fünftes oder sechstes Patenkind.

Max gehört zu Halle

Dass Max wichtig für die Kinder in der Saalestadt ist, zeigt ein wichtiges Signal aus der Stadt selbst: In diesem Jahr wird "Max geht in die Oper" über die Förderung der freien Jugendhilfe unterstützt.

Bewährtes bewahren, Neues wagen

Dieses Motto gilt auch für unser erfolgreiches Kulturpatenprojekt „Max geht in die Oper“. Im Jahr 2016 förderte die Kulturstiftung des Bundes zusammen mit der Prof. Otto Beisheim Stiftung das Modellprojekt „Max geht in die Oper“ mit Kindern mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund. Die langjährigen Erfahrungen im Bereich Kulturpatenschaften wurden genutzt, um zu erproben, wie kulturelle Bildung auch für diese neuangekommenen Kinder und z.T. deren Familien zugänglich gemacht werden kann – welche Bedingungen und Unterstützung es braucht aber auch welche Chancen darin liegen.

Einige unserer Patenkinder haben nun auch syrische, afghanische oder rumänische Wurzeln. Es sind Kinder, die sich hier noch fremd fühlen – ihnen möchten wir beim Ankommen helfen.

Und Ankommen heißt auch Menschen kennenlernen, Freunde finden – oder einen Paten an seiner Seite haben, der einem Aufmerksamkeit und Zuwendung schenkt und an dessen Hand man die neue Umgebung und unbekannte Kulturorte entdecken kann.

Zeit miteinander verbringen, neugierig sein und Fragen stellen, neue Worte und Orte kennenlernen – nicht nur die Zeit mit den Paten, sondern auch die Begegnungen der Kinder miteinander sind wichtig. Die gemeinsamen Kulturausflüge in all ihrer Vielfalt sind für alle ein Geschenk und daran möchten wir festhalten.

gefördert durch:

Wenn Sie eine Patenschaft finanziell unterstützen, selber als Pate aktiv werden oder einfach Näheres über die Kulturpatenschaften erfahren möchten, sind Sie hier richtig. Ihre Fragen beantworten wir gern.

Alle aktiven Paten finden hier den Zugang zum internen Patenforum, wo Informationen zu den aktuellen Kulturausflügen der Patenteams zu finden sind.